Jahreswechsel 2016 – Lohngrenzen, Beitragssätze, Bemessungsgrenzen und mehr

Unser Service für Sie – aktuelle Beitragssätze und Bemessungsgrenzen für Ihre Buchhaltung, die zum 01.01.2016 in Kraft getreten sind. Außerdem zahlreiche nützliche Infos zu Änderungen im Bereich Lohn und Gehalt.

Regelmäßig zu Beginn eines neuen Jahres teilen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen im Bereich Lohn- und Gehalt mit, außerdem aktuelle Beitragssätze, Tabellen zu Beitragsbemessungsgrenzen, Sozialversicherungen und vieles mehr.

Sozialversicherungswerte:

  • Bundeseinheitlicher Krankenversicherungssatz 2015 14,60 %
  • (Arbeitnehmeranteil: 7,30 % / Arbeitgeberanteil: 7,30 %)
  • Zusatzbeitrag zur KV je nach Krankenkasse unterschiedlich
  • Pflegeversicherung 2,35 %
  • Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung für Kinderlose 0,25 %
  • Arbeitslosenversicherung 3,00 %
  • Rentenversicherung 18,70 %
  • Höchstzuschuss zur Krankenversicherung für PKV-Versicherte:
  • Berechnung des Arbeitgeberanteils aus dem tatsächlichen Entgelt,

höchstens jedoch:

  • KV ohne Krankengeldanspruch 296,63 €
  • KV mit Krankengeldanspruch 309,34 €
  • Pflegeversicherung AG-Höchstzuschuss 49,79
  • Pflegeversicherung AG in Sachsen Höchstzuschuss 28,60 €
  • Künstlersozialabgabe 5,20 %
  • Insolvenzgeldumlage (nur vom AG zu zahlen) 0,12 %
  • Umlageversicherung (nur vom AG zu zahlen) je nach KK unterschiedlich
  • Hinzuverdienstgrenze bei der Beschäftigung von Rentnern 450,00 €

Beitragsfreie Familienversicherung: Familienangehörige können in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei mitversichert werden, wenn ihr Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreitet. Die Einkommensgrenze beträgt ab 01.01.2016 bei sonstigen Einkommen.

  • Monatlich: 415,00 €
  • oder Hinzuverdienst bei Minijob: 450,00 €

Beitragsbemessungsgrenzen:

  • RV/AV-West monatlich 200,00 €
  • Knappschaft RV-West monatlich 650,00 €
  • KV/PV-West monatlich 237,50 €

Jahresarbeitsentgeltgrenze:

  • für am 12.2002 privat versicherte Arbeitnehmer: jährlich 50.850,00 €
  • sonstige Versicherte: jährlich  250,00 €

Sachbezugswerte:

  • freie Verpflegung Frühstück mtl. 50,00 €
  • freie Verpflegung Mittag-/Abendessen mtl. 93,00 €
  • freie Unterkunft (Beschäftigte allgemein) mtl. 236,00 €

Fälligkeitstage 2016

Nachfolgend die für 2016 gültige Übersicht der Termine zur Einreichung der Beitragsnachweise und Zahltermine:

Monat Jan Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Spt. Okt. Nov. Dez.
Beitragsnachweis 25. 23. 25. 23. 23. 24. 27. 25. 26. 25. 24. 23.
Beitragszahlung 27. 25. 29. 27. 25. 28. 27. 29. 28. 27. 28. 28.

Lohnsteuerwerte:

  • Steuerfreie Beträge an Direktversicherung, Pensionskasse, etc. 976,00 €
  • Die Sachbezugsfreigrenze bleibt erhalten (Tankgutschein, etc.) 44,00 €
  • Sachzuwendungen an Arbeitnehmer (44,00 €) sind im Lohnkonto bei dem jeweiligen Arbeitnehmer aufzuzeichnen.
  • Aufmerksamkeiten, Getränke und Genussmittel an Arbeitnehmer

sowie Geschenke aus persönlichem Anlass 60,00 €

  • Grundfreibetrag: Anhebung auf 652,00 €
  • Kinderfreibetrag: Erhöhung auf 248,00 €
  • Kindergeld: Das Kindergeld wird pro Kind erhöht um 2,00 €
  • Kinderzuschlag: Dieser wird ab 07.2016 angehoben um 20,00 €

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende:

Der Entlastungsbetrag wurde rückwirkend zum 01.01.2015 nach Anzahl der Kinder gestaffelt.

Für das erste Kind beträgt der Freibetrag: 1.908,00 €

Für jedes weitere Kind erhöht sich der Freibetrag um: 200,00 €

ACHTUNG:

Es wird programmseitig nur der Basisfreibetrag in Höhe von 1.908,00 € berücksichtigt. Die zusätzlichen Freibeträge müssen durch den Arbeitnehmer bei seinem Wohnsitz-Finanzamt beantragt werden. Erst im Anschluss werden die Freibeträge in der ELStAM –Datenbank hinterlegt.

Bürokratieentlastungsgesetz:

  • Faktorverfahren: Der Faktor kann zukünftig für 2 Jahre beantragt werden.
  • Freibeträge: ab 01.10.2015 können Freibeträge für längstens 2 Jahre beantragt werden.
  • Kurzfristig Beschäftigte: Rückwirkend zum 01.01.2015 wurde der für die Pauschalversteuerung zu beachtende durchschnittliche tägliche Arbeitslohn auf 68,00 € erhöht.

Sonstige Gesetzesänderungen / Termine:

Mindestlohn Aufzeichnungspflichten:

Hier erfolgten zum 01.07.2015 Änderungen bei den Aufzeichnungspflichten:

  • Arbeitgeber müssen keine Arbeitszeiten aufzeichnen, wenn das regelmäßige monatliche Bruttoentgelt mehr als 2.000,00 € beträgt und das Nettoentgelt nachweislich für die letzten 12 Monate ausgezahlt wurde.
  • Für alle Familienangehörigen, welche im Betrieb mitarbeiten, ist die Aufzeichnungspflicht entfallen.

Schwerbehindertenabgabe:

Arbeitgeber, welche durchschnittlich mehr als 20 Arbeitnehmer im Monat beschäftigen, sind zur Anzeige der Schwerbehindertenabgabe verpflichtet.

Für 2016 gelten nachfolgende Ausgleichszahlungen:

Bei einer mtl. durchschnittlichen Beschäftigungsquote von 3% bis weniger 5%   115,00 €

Bei einer mtl. durchschnittlichen Beschäftigungsquote von 2% bis weniger 3%   200,00 €

Bei einer monatlichen durchschnittlichen Beschäftigungsquote von weniger 2% 290,00 €

Bis spätestens 31.03.2016 sind die Daten des Vorjahres selbständig durch den Arbeitgeber an das Arbeitsamt zu übermitteln und an das zuständige Integrationsamt zu zahlen.

Aufträge an Werkstätten mit Behinderten können bei der Ausgleichsabgabe angerechnet werden.

Änderungen im Sozialgesetzbuch – V – Unfallversicherung:

Meldeverfahren zur Unfallversicherung:

Ab 01.01.2016 muss für das Meldejahr 2015 eine besondere Jahresmeldung zur Unfallversicherung für jeden Arbeitnehmer erstellt werden. Diese Meldung erfolgt zusätzlich zur Jahresmeldung zur Rentenversicherung. Abgabetermin ist hier der 16.02.2016.

Zum 01.01.2017 wird ein neues Lohnnachweisverfahren eingeführt. Der Nachweis zur Unfallversicherung ist dann zum 16.02. des Folgejahres elektronisch zu übermitteln.

 

 

Köln im Januar 2016

Der Inhalt des dieses Artikels ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie macht es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. Dieser Text ersetzt nicht die individuelle persönliche Beratung.

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